Eulen Apotheke

Produkt

Strattera 10 mg Hartkapseln

Lilly S.A. · Pharmazeutischer Unternehmer in Deutschland: Lilly Deutschland GmbH

Verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit Atomoxetin zur Behandlung von ADHS als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms. Anwendung gemäß ärztlicher Verordnung.

Wirkstoff
Atomoxetin

Wirkstärke
10 mg Atomoxetin pro Hartkapsel

Darreichungsform
Hartkapseln

Abgabe
Verschreibungspflichtig

Packungsgrößen und Preise

Packungsgröße Preis Verfügbarkeit Bestellung
7 Hartkapseln 34,50 € inkl. MwSt. Auf Rezept verfügbar Rezept einlösen
28 Hartkapseln 106,00 € inkl. MwSt. Auf Rezept verfügbar Rezept einlösen
56 Hartkapseln 198,00 € inkl. MwSt. Auf Rezept verfügbar Rezept einlösen

Versandkostenfrei innerhalb Deutschlands ab einem Bestellwert von 20 €.

Die Abgabe setzt eine gültige ärztliche Verordnung voraus.

Weitere Wirkstärken

Strattera 18 mg Hartkapseln · Strattera 25 mg Hartkapseln · Strattera 40 mg Hartkapseln

Was ist Strattera 10 mg?

Strattera enthält den Wirkstoff Atomoxetin und wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt. Atomoxetin gehört nicht zu den klassischen Stimulanzien und wirkt vor allem über den Botenstoff Noradrenalin.

Die passende Wirkstärke und Tagesdosis werden individuell festgelegt. Besonders bei Kindern und Jugendlichen richtet sich die Dosierung nach dem Körpergewicht. Atomoxetin ist verschreibungspflichtig und sollte als Teil eines umfassenden ADHS-Behandlungsprogramms eingesetzt werden.

Kurz erklärt: Atomoxetin ist kein klassisches Stimulans. Es erhöht die Verfügbarkeit von Noradrenalin im Gehirn und kann dadurch Aufmerksamkeit verbessern sowie Impulsivität und Hyperaktivität reduzieren.

Anwendungsgebiet und Behandlungskonzept

Strattera ist ein Handelsname für ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Atomoxetin. Der Wirkstoff wird zur Behandlung von ADHS bei Kindern ab 6 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt.

Bei Erwachsenen sollte die ADHS-Symptomatik bereits seit der Kindheit bestanden haben und das berufliche oder soziale Leben deutlich beeinträchtigen.

Atomoxetin wird nicht als alleinige Maßnahme verstanden. Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist die medikamentöse Behandlung Teil eines umfassenden Therapiekonzepts, das je nach Situation auch Beratung, Verhaltenstherapie oder andere nicht-medikamentöse Maßnahmen einschließen kann.

Wichtig: Eine ADHS-Diagnose sollte fachgerecht gestellt werden. Konzentrationsprobleme allein bedeuten nicht automatisch, dass eine Behandlung mit Atomoxetin angezeigt ist.

Wie wirkt Atomoxetin?

Ist Atomoxetin ein Stimulans?

Nein. Atomoxetin gehört nicht zur Gruppe der klassischen stimulierenden ADHS-Arzneimittel.

Der Wirkstoff erhöht vor allem die verfügbare Menge von Noradrenalin im Gehirn. Dadurch können bei geeigneten Patienten Aufmerksamkeit und Impulskontrolle verbessert sowie Hyperaktivität vermindert werden.

Die Gebrauchsinformation von Strattera weist darauf hin, dass Atomoxetin nicht zur Gruppe der Stimulanzien gehört und kein typisches Suchtpotenzial dieser Arzneimittelgruppe aufweist.

Wann beginnt Atomoxetin zu wirken?

Atomoxetin wirkt nicht wie ein Bedarfsmedikament unmittelbar nach einer einzelnen Einnahme. Bis sich ADHS-Symptome deutlich verbessern, können mehrere Wochen vergehen.

Deshalb sollte die Behandlung nicht bereits nach wenigen Tagen als wirkungslos beurteilt oder die Dosis eigenständig verändert werden.

Die Wirkung wird im Verlauf der Behandlung beurteilt. Dazu gehören neben Konzentration und Impulsivität auch Alltag, Schule beziehungsweise Beruf und mögliche Nebenwirkungen.

Dosierung und Einnahme

Die verschiedenen Wirkstärken ermöglichen eine individuelle Einstellung der Atomoxetin-Dosis. Welche Wirkstärke erforderlich ist, richtet sich nicht allein nach dem Alter. Besonders bei Kindern und Jugendlichen spielen Körpergewicht, Behandlungsphase und individuelle Verträglichkeit eine wichtige Rolle.

Wirkstärke nicht selbst auswählen: Die verschiedenen Kapselstärken sind nicht frei austauschbar. Dosierung und Dosissteigerung sollten nach ärztlichem Behandlungsschema erfolgen.

Wie wird Atomoxetin dosiert?

Bei Kindern und Jugendlichen bis zu einem Körpergewicht von 70 kg wird die Dosierung anhand des Körpergewichts berechnet.

Die Gebrauchsinformation von Strattera beschreibt für diese Gruppe einen ärztlich festgelegten Behandlungsbeginn mit etwa 0,5 mg Atomoxetin pro Kilogramm Körpergewicht und Tag für mindestens sieben Tage. Anschließend kann die Ärztin oder der Arzt die Dosis auf etwa 1,2 mg/kg pro Tag anpassen.

Für Jugendliche über 70 kg und Erwachsene beschreibt die Gebrauchsinformation einen Behandlungsbeginn mit insgesamt 40 mg pro Tag für mindestens sieben Tage. Weitere Anpassungen erfolgen ausschließlich nach ärztlicher Beurteilung. Diese Angaben beschreiben die ärztliche Dosierung des Wirkstoffs und sind keine Anleitung zur Auswahl oder Änderung der hier angebotenen 10-mg-Kapseln.

Wie werden die Hartkapseln eingenommen?

Atomoxetin wird entsprechend der ärztlichen Verordnung üblicherweise einmal oder zweimal täglich eingenommen. Bei einmal täglicher Einnahme erfolgt diese häufig morgens.

  • Die Hartkapseln im Ganzen schlucken.
  • Die Einnahme ist mit oder ohne Mahlzeit möglich.
  • Die Kapseln nicht öffnen.
  • Die Tagesdosis nicht eigenständig erhöhen.
  • Vergessene Einnahmen nicht durch eine doppelte Dosis ausgleichen.
Kapseln nicht öffnen: Der Inhalt von Strattera-Hartkapseln kann die Augen reizen. Bei versehentlichem Augenkontakt das Auge sofort mit Wasser ausspülen und ärztlichen Rat einholen.

Kontrollen während der Behandlung

Blutdruck und Puls

Atomoxetin kann Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen. Deshalb sollten Herz-Kreislauf-Risiken bereits vor Beginn der Behandlung berücksichtigt werden.

Während der Behandlung werden Blutdruck und Puls regelmäßig kontrolliert, insbesondere nach Dosisänderungen.

Bei Herzproblemen ärztlich abklären: Bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, frühere Schlaganfälle oder eine auffällige Familiengeschichte sollten vor Beginn der Behandlung mitgeteilt werden.

Weitere Verlaufskontrollen

Die Gebrauchsinformation von Strattera empfiehlt regelmäßige medizinische Kontrollen während der Behandlung. Dazu gehören unter anderem:

  • Blutdruck und Puls,
  • Körpergröße und Gewicht bei Kindern und Jugendlichen,
  • Wirkung auf die ADHS-Symptome,
  • mögliche Nebenwirkungen und psychische Veränderungen.

Bei einer langfristigen Behandlung sollte außerdem regelmäßig geprüft werden, ob Atomoxetin weiterhin benötigt wird.

Wichtige Warnhinweise

Psychische Veränderungen und Suizidgedanken

Unter Atomoxetin können Veränderungen der Stimmung oder des Verhaltens auftreten. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist auf ungewöhnliche Veränderungen aufmerksam zu achten.

Mögliche Warnzeichen können sein:

  • Suizidgedanken oder selbstschädigende Gedanken,
  • starke Aggressivität oder Feindseligkeit,
  • deutliche Stimmungsschwankungen,
  • ungewöhnliche Erregtheit,
  • Halluzinationen oder andere psychotische Symptome.
Bei Suizidgedanken oder deutlichen Verhaltensänderungen: Treten solche Veränderungen neu auf oder verstärken sie sich, nehmen Sie unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch.

Atomoxetin und die Leber

Selten wurden unter Atomoxetin schwere Leberschädigungen beschrieben. Bestehende Leberprobleme können außerdem eine Anpassung der Dosierung erforderlich machen.

Mögliche Zeichen einer Leberschädigung: Dunkler Urin, gelbliche Haut oder Augen, Schmerzen im rechten Oberbauch, ungewöhnliche Übelkeit, starke Müdigkeit oder ausgeprägter Juckreiz müssen unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.

Atomoxetin und MAO-Hemmer

Wichtige Gegenanzeige: Strattera darf nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern eingenommen werden. Die Gebrauchsinformation nennt einen Abstand von mindestens 14 Tagen nach dem Absetzen von Strattera, bevor ein MAO-Hemmer eingenommen wird. Auch nach einer vorangegangenen MAO-Hemmer-Behandlung ist ein entsprechender Abstand erforderlich. Ein Arzneimittelwechsel muss ärztlich geplant werden.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wie alle Arzneimittel kann auch Atomoxetin Nebenwirkungen verursachen. Die Häufigkeit einzelner Beschwerden unterscheidet sich teilweise zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Zu den beschriebenen Beschwerden gehören beispielsweise:

  • Kopfschmerzen,
  • verminderter Appetit,
  • Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden,
  • Schlafprobleme oder Schläfrigkeit,
  • erhöhter Puls und erhöhter Blutdruck.
Bei Kindern und Jugendlichen werden während der Behandlung auch Wachstum und Gewicht kontrolliert.

Serotonin-Syndrom

Atomoxetin kann insbesondere zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln zu einem Serotonin-Syndrom beitragen. Warnzeichen können beispielsweise Verwirrtheit oder starke Unruhe, Fieber, starkes Schwitzen, Zittern oder Muskelsteifigkeit, schneller Herzschlag und deutliche Blutdruckschwankungen sein.

Ein mögliches Serotonin-Syndrom kann schwerwiegend sein und erfordert unverzüglich medizinische Hilfe.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Atomoxetin kann mit verschiedenen Arzneimitteln wechselwirken. Arzt und Apotheke sollten deshalb über alle Medikamente informiert werden, die regelmäßig oder gelegentlich eingenommen werden.

Besondere Aufmerksamkeit kann unter anderem erforderlich sein bei:

  • MAO-Hemmern,
  • bestimmten Antidepressiva wie Fluoxetin oder Paroxetin,
  • Venlafaxin und anderen serotonerg wirkenden Arzneimitteln,
  • Medikamenten, die Blutdruck oder Herzrhythmus beeinflussen,
  • Arzneimitteln, die das Risiko für Krampfanfälle erhöhen.
Auch frei verkäufliche Erkältungsmittel können Wirkstoffe enthalten, die Blutdruck oder Puls beeinflussen. Diese sollten bei der Beratung ebenfalls genannt werden.

Weitere Hinweise zur Anwendung

Schwangerschaft und Stillzeit

Bei Schwangerschaft, Kinderwunsch oder Stillzeit sollte die Behandlung mit Atomoxetin individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

Laut Gebrauchsinformation darf Strattera während einer Schwangerschaft nur eingenommen werden, wenn die Ärztin oder der Arzt ausdrücklich dazu rät. Während der Stillzeit muss medizinisch entschieden werden, ob die Einnahme vermieden oder das Stillen beendet wird.

Verkehrstüchtigkeit

Atomoxetin kann bei manchen Menschen Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit oder Schwindel verursachen.

Bis bekannt ist, wie individuell auf Atomoxetin reagiert wird, ist beim Autofahren und Bedienen von Maschinen besondere Vorsicht erforderlich. Bei Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Benommenheit nicht fahren und keine Maschinen bedienen.

Versand und Abholung

Verschreibungspflichtige Arzneimittel werden auf Grundlage einer gültigen ärztlichen Verordnung abgegeben.

Informationen zur Bestellung, Abholung und zum Versand innerhalb Deutschlands finden Sie unter Versand & Lieferung bei der Eulen-Apotheke.

Häufige Fragen zu Strattera und Atomoxetin

Ist Atomoxetin ein Stimulans?

Nein. Atomoxetin gehört nicht zur Gruppe der klassischen stimulierenden ADHS-Arzneimittel. Die Gebrauchsinformation von Strattera beschreibt es ausdrücklich als nicht-stimulierendes Arzneimittel.

Wann beginnt Atomoxetin zu wirken?

Atomoxetin wirkt nicht unmittelbar wie ein Bedarfsmedikament. Bis sich ADHS-Symptome deutlich verbessern, können mehrere Wochen vergehen.

Muss bei Atomoxetin der Blutdruck kontrolliert werden?

Ja. Atomoxetin kann Puls und Blutdruck erhöhen. Deshalb werden diese Werte vor und während der Behandlung sowie nach Dosisänderungen kontrolliert.

Kann Atomoxetin den Appetit vermindern?

Ja. Verminderter Appetit gehört zu den bekannten Nebenwirkungen. Bei Kindern und Jugendlichen werden deshalb auch Gewicht und Wachstum während der Behandlung kontrolliert.

Kann man die Strattera-Hartkapseln öffnen?

Nein. Die Hartkapseln sollen im Ganzen geschluckt werden. Ihr Inhalt kann die Augen reizen. Wenn Sie Schwierigkeiten mit der Einnahme haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Medizinischer Hinweis

Diese Seite informiert über Strattera 10 mg Hartkapseln. Sie ersetzt weder eine fachgerechte ADHS-Diagnostik noch eine individuelle Therapieentscheidung oder die Gebrauchsinformation des Arzneimittels.

Bei neuen Suizidgedanken, einer deutlichen akuten psychischen Verschlechterung oder Anzeichen einer schweren unerwünschten Wirkung nehmen Sie unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch. Bei Fragen zu Dosierung, Anwendung, Vorerkrankungen oder Wechselwirkungen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Quellen