
Metformin 500 – 1 A Pharma ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit 500 mg Metforminhydrochlorid pro Filmtablette zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2.
Packungsgrößen und Preise
| Packungsgröße | Preis | Verfügbarkeit | Bestellung |
|---|---|---|---|
| 30 Filmtabletten | 12,52 € | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
| 120 Filmtabletten | 15,22 € | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
| 180 Filmtabletten | 17,29 € | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
Weitere Wirkstärken
Was ist Metformin 500 ?
Metformin 500 ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2. Jede Filmtablette enthält 500 mg Metforminhydrochlorid.
Das Arzneimittel wird eingesetzt, wenn sich der Blutzuckerspiegel durch eine angepasste Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung allein nicht ausreichend kontrollieren lässt.
Erwachsene können das Arzneimittel allein, zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln oder zusammen mit Insulin anwenden. Bei Kindern ab zehn Jahren und Jugendlichen ist eine Anwendung allein oder zusammen mit Insulin möglich.
Wie wirkt Metformin?
Metformin wirkt an mehreren Stellen des Glukosestoffwechsels. Besonders wichtig ist die Verminderung der Glukoseproduktion in der Leber.
Zusätzlich verbessert Metformin die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin und unterstützt dadurch die Aufnahme und Verwertung von Glukose.
Anders als einige andere blutzuckersenkende Arzneimittel stimuliert Metformin die Insulinfreisetzung nicht unmittelbar. Bei einer alleinigen Behandlung besteht deshalb normalerweise kein relevantes Hypoglykämierisiko.
Einnahme von Metformin 500 mg
Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach ärztlicher Anweisung ein. Die Dosierung wird individuell anhand der Blutzuckerwerte, der Nierenfunktion, der Verträglichkeit und der übrigen Diabetesbehandlung festgelegt.
Die Filmtabletten werden mit oder direkt nach einer Mahlzeit unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen. Dadurch können typische Magen-Darm-Beschwerden häufig vermindert werden.
- Bei einer Einnahme pro Tag erfolgt die Einnahme üblicherweise morgens zum Frühstück.
- Bei zwei Einnahmen pro Tag werden die Dosen üblicherweise morgens und abends zu den Mahlzeiten eingenommen.
- Bei drei Einnahmen pro Tag werden die Dosen üblicherweise morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten eingenommen.
- Die Dosis darf nicht eigenständig erhöht oder verringert werden.
- Nach einer vergessenen Einnahme darf keine doppelte Menge eingenommen werden.
Warum wird Metformin langsam aufdosiert?
Eine schrittweise Dosissteigerung kann die Verträglichkeit von Metformin verbessern. Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust treten besonders häufig zu Beginn der Behandlung auf.
Bei Erwachsenen beginnt die Behandlung laut Gebrauchsinformation normalerweise mit 500 mg oder 850 mg Metforminhydrochlorid zwei- bis dreimal täglich. Die weitere Dosierung wird durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt an die Blutzuckerwerte und die individuelle Verträglichkeit angepasst.
Metformin und Magen-Darm-Beschwerden
Beschwerden des Verdauungstrakts gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Metformin. Sie treten besonders zu Beginn der Behandlung auf und bilden sich bei vielen Patienten im weiteren Verlauf wieder zurück.
Sehr häufig können auftreten:
- Übelkeit,
- Erbrechen,
- Durchfall,
- Bauchschmerzen,
- Appetitverlust.
Die Einnahme mit oder direkt nach einer Mahlzeit und die Verteilung der Tagesdosis auf mehrere Einnahmen können die Verträglichkeit verbessern.
Metformin und Nierenfunktion
Metformin wird über die Nieren ausgeschieden. Deshalb muss die Nierenfunktion vor Beginn der Behandlung und anschließend regelmäßig kontrolliert werden.
Bei normaler beziehungsweise stabiler Nierenfunktion erfolgt die Kontrolle in der Regel mindestens einmal jährlich. Bei älteren Menschen oder erhöhtem Risiko für eine Verschlechterung der Nierenfunktion sind häufigere Kontrollen erforderlich.
| GFR | Maximale Metformin-Tagesdosis |
|---|---|
| 60–89 ml/min | 3000 mg |
| 45–59 ml/min | 2000 mg |
| 30–44 ml/min | 1000 mg |
| Unter 30 ml/min | Metformin ist kontraindiziert |
Laktatazidose: selten, aber ernst
Eine Laktatazidose ist eine sehr seltene, aber schwerwiegende Stoffwechselkomplikation. Das Risiko steigt insbesondere, wenn sich Metformin infolge einer eingeschränkten oder akut verschlechterten Nierenfunktion im Körper anreichert.
Weitere Risikosituationen können sein:
- starke Dehydrierung,
- schwere Infektionen,
- unkontrollierter Diabetes,
- schwere Herz-, Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen mit Sauerstoffmangel im Gewebe,
- Leberprobleme,
- übermäßiger Alkoholkonsum.
Weitere wichtige Hinweise zu Metformin
Metformin und Alkohol
Übermäßiger Alkoholkonsum kann während einer Metformin-Behandlung das Risiko einer Laktatazidose erhöhen. Das gilt insbesondere bei Fasten, Mangelernährung, Leberproblemen oder eingeschränkter Nierenfunktion.
Wer regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumiert, sollte die individuelle Situation vor der Einnahme mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt oder der Apotheke besprechen.
Metformin und Vitamin B12
Metformin kann den Vitamin-B12-Spiegel senken. Eine Verminderung beziehungsweise ein Mangel an Vitamin B12 gehört zu den häufigen Nebenwirkungen.
Das Risiko kann unter anderem mit einer höheren Dosis, einer längeren Behandlungsdauer und bereits vorhandenen Risikofaktoren für einen Vitamin-B12-Mangel steigen.
Metformin zusammen mit Insulin oder anderen Diabetesmitteln
Metformin kann mit Insulin und anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln kombiniert werden. Eine Kombination kann erforderlich sein, wenn Metformin allein die Blutzuckerwerte nicht ausreichend kontrolliert.
Metformin selbst verursacht normalerweise keine Hypoglykämie. Zusammen mit Insulin, Sulfonylharnstoffen, Gliniden oder anderen Arzneimitteln mit Unterzuckerungsrisiko kann die Wahrscheinlichkeit einer Hypoglykämie jedoch steigen.
Wann muss Metformin vorübergehend unterbrochen werden?
Bei starkem Flüssigkeitsverlust
Bei starkem Durchfall, wiederholtem Erbrechen, Fieber oder deutlich verminderter Flüssigkeitsaufnahme sollte Metformin vorübergehend nicht eingenommen und medizinischer Rat eingeholt werden.
Bei Untersuchungen mit jodhaltigem Kontrastmittel
Die intravaskuläre Gabe jodhaltiger Kontrastmittel kann die Nierenfunktion beeinträchtigen. Dadurch kann sich Metformin anreichern und das Risiko einer Laktatazidose steigen.
Metformin muss vor beziehungsweise zum Zeitpunkt der Kontrastmittelgabe unterbrochen werden. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt entscheidet, wann die Behandlung beendet und wieder aufgenommen werden darf.
Bei größeren Operationen
Bei größeren Operationen muss die Einnahme von Metformin für einen bestimmten Zeitraum unterbrochen werden. Wann Metformin abgesetzt und nach dem Eingriff wieder eingenommen werden darf, entscheidet das behandelnde medizinische Team.
Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
Wann darf Metformin nicht eingenommen werden?
Das Arzneimittel darf unter anderem nicht eingenommen werden:
- bei einer Allergie gegen Metformin oder einen sonstigen Bestandteil,
- bei einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion,
- bei Leberproblemen,
- bei unkontrolliertem Diabetes mit schwerer Hyperglykämie, Ketoazidose oder Laktatazidose,
- bei erheblicher Dehydrierung,
- bei schweren Infektionen,
- bei Erkrankungen, die einen schweren Sauerstoffmangel im Gewebe verursachen können,
- bei übermäßigem Alkoholkonsum.
Welche Arzneimittel müssen berücksichtigt werden?
Vor Beginn der Behandlung muss die gesamte Begleitmedikation ärztlich oder pharmazeutisch geprüft werden. Besonders wichtig sind unter anderem:
- Diuretika,
- NSAR und COX-2-Hemmer wie Ibuprofen oder Celecoxib,
- ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten,
- Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Terbutalin,
- Kortikosteroide,
- weitere blutzuckersenkende Arzneimittel,
- Arzneimittel, die die Metformin-Konzentration im Blut beeinflussen können.
Abhängig von der Begleitmedikation können häufigere Kontrollen des Blutzuckers oder der Nierenfunktion sowie eine Dosisanpassung erforderlich sein.
Weitere mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Metformin Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jeder Person auftreten.
- Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust.
- Häufig: Geschmacksveränderungen sowie verminderte oder niedrige Vitamin-B12-Spiegel.
- Sehr selten: Laktatazidose, auffällige Leberfunktionswerte, Hepatitis und bestimmte Hautreaktionen.
Schwere, ungewöhnliche oder anhaltende Beschwerden müssen medizinisch abgeklärt werden. Bei möglichen Symptomen einer Laktatazidose ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.
Schwangerschaft, Stillzeit und Anwendung bei Kindern
Schwangerschaft
Eine gute Blutzuckereinstellung ist während der Schwangerschaft besonders wichtig. Wer schwanger ist, eine Schwangerschaft vermutet oder plant, sollte mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen, ob die Behandlung oder die Überwachung des Blutzuckers angepasst werden muss.
Stillzeit
Das Arzneimittel wird laut Gebrauchsinformation nicht empfohlen, wenn Sie stillen oder stillen möchten. Die weitere Behandlung muss ärztlich abgestimmt werden.
Kinder und Jugendliche
Metformin kann bei Kindern ab zehn Jahren und Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes allein oder zusammen mit Insulin eingesetzt werden.
Bei Kindern zwischen zehn und zwölf Jahren wird die Behandlung wegen der begrenzten Erfahrung nur auf ausdrücklichen ärztlichen Rat empfohlen.
Glucophage und Metformin: Was ist der Zusammenhang?
Glucophage ist ein Handelsname für ein Originalpräparat mit Metforminhydrochlorid. Metformin 500 – 1 A Pharma ist ein eigenständiges Generikum mit demselben Wirkstoff.
Die Arzneimittel sind nicht dasselbe Handelsprodukt. Hilfsstoffe, Tablettenaussehen, Packungsgrößen und Preise können sich unterscheiden.
Die Abgabe erfolgt in Deutschland nur auf Grundlage einer gültigen ärztlichen Verordnung. Die passende Dosierung richtet sich unter anderem nach Blutzuckerkontrolle, Nierenfunktion, Verträglichkeit und bisheriger Diabetesbehandlung.
Eine Änderung der Dosierung oder ein Wechsel der Wirkstärke darf nicht ohne ärztliche Rücksprache erfolgen.
Versand und Abholung
Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Die Abgabe erfolgt nach Vorlage und Prüfung einer gültigen ärztlichen Verordnung.
Häufige Fragen zu Metformin 500 mg
Wofür wird Metformin 500 mg eingesetzt?
Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt, wenn Ernährung und körperliche Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren. Es kann bei Erwachsenen allein, zusammen mit anderen Diabetesmedikamenten oder zusammen mit Insulin angewendet werden.
Ist Metformin 500 dasselbe wie Glucophage?
Nein. Glucophage ist ein eigenes Handelsprodukt. Metformin 500 – 1 A Pharma ist ein Generikum mit demselben Wirkstoff, kann sich aber bei Hilfsstoffen, Aussehen, Packungsgrößen und Preis unterscheiden.
Sollte Metformin mit dem Essen eingenommen werden?
Ja. Metformin wird mit oder direkt nach einer Mahlzeit eingenommen. Dadurch können typische Magen-Darm-Beschwerden vermindert werden.
Warum verursacht Metformin häufig Durchfall oder andere Magen-Darm-Beschwerden?
Magen-Darm-Beschwerden treten besonders zu Beginn der Behandlung auf. Die Einnahme zu den Mahlzeiten, die Verteilung der Tagesdosis und eine ärztlich gesteuerte schrittweise Dosisanpassung können die Verträglichkeit verbessern.
Warum muss die Nierenfunktion kontrolliert werden?
Metformin wird über die Nieren ausgeschieden. Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion kann sich der Wirkstoff im Körper anreichern und das Risiko einer Laktatazidose erhöhen. Die Nierenfunktion muss deshalb vor und während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden.
Warum kann bei einer Metformin-Behandlung Vitamin B12 kontrolliert werden?
Metformin kann den Vitamin-B12-Spiegel senken. Bei entsprechenden Beschwerden oder zusätzlichen Risikofaktoren kann die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt eine Kontrolle des Vitamin-B12-Spiegels veranlassen.
Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Metformin 500 – 1 A Pharma, 500 mg Filmtabletten. Sie ersetzt weder eine individuelle Diabetesbehandlung noch die aktuelle Gebrauchs- und Fachinformation.
Akute Situationen: Bei möglichen Zeichen einer Laktatazidose, schwerer Dehydrierung, ausgeprägten Atembeschwerden oder einer akuten Stoffwechselentgleisung ist unverzüglich medizinische Hilfe erforderlich.
Fragen zur Behandlung: Bei Fragen zu Dosierung, Einnahme, Blutzuckerwerten, Nierenfunktion, Begleitmedikation oder Nebenwirkungen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.