
Aralen 500 mg mit Chloroquinphosphat
Aralen 500 mg ist ein verschreibungspflichtiges Originalpräparat mit Chloroquinphosphat zur Behandlung bestimmter chloroquinempfindlicher Malariaformen und einer extraintestinalen Amöbiasis.
Eine Tablette enthält 500 mg Chloroquinphosphat. Das entspricht 300 mg Chloroquin.
HandelsnameAralen
PräparattypOriginalpräparat
WirkstoffChloroquinphosphat
Wirkstärke500 mg pro Tablette
Entspricht300 mg Chloroquin
DarreichungsformTabletten
AbgabestatusVerschreibungspflichtig
Packungsgrößen und Preise
| Packungsgröße | Preis | Verfügbarkeit | Bestellung |
|---|---|---|---|
| 10 Tabletten | 39,47 € inkl. MwSt. | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
| 20 Tabletten | 47,68 € inkl. MwSt. | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
| 30 Tabletten | 56,67 € inkl. MwSt. | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
| 60 Tabletten | 79,96 € inkl. MwSt. | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
| 90 Tabletten | 106,71 € inkl. MwSt. | Auf Rezept verfügbar | Rezept einlösen |
Preisstand: 28.09.2026. Die Abgabe setzt ein gültiges ärztliches Rezept voraus. Die tatsächliche Verfügbarkeit wird im Rahmen der Rezepteinlösung geprüft.
Weitere Wirkstärken
Aralen 250 mg · Aralen 500 mg
Was ist Aralen 500 mg?
Aralen 500 mg enthält den Wirkstoff Chloroquin in Form von Chloroquinphosphat. Chloroquin gehört zur Gruppe der 4-Aminochinoline und wirkt gegen bestimmte empfindliche Malariaparasiten.
Das Arzneimittel kann außerdem zur Behandlung einer extraintestinalen Amöbiasis eingesetzt werden. Welche Behandlung geeignet ist, muss ärztlich festgelegt werden.
Wofür wird Aralen 500 mg angewendet?
Aralen kann bei folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:
- bei akuten Malariaanfällen durch chloroquinempfindliche Plasmodien,
- zur Malariaprophylaxe in Regionen ohne relevante Chloroquinresistenz,
- bei einer diagnostizierten extraintestinalen Amöbiasis.
Wie wirkt Chloroquin?
Chloroquin wirkt gegen empfindliche Entwicklungsformen von Malariaparasiten im Blut. Der Wirkstoff stört innerhalb der Parasiten die Verarbeitung von Abbauprodukten des roten Blutfarbstoffs.
Gegen ruhende Leberstadien bestimmter Plasmodien wirkt Chloroquin nicht. Bei Infektionen mit Plasmodium vivax oder Plasmodium ovale kann deshalb eine zusätzliche Behandlung erforderlich sein.
Chloroquinresistenzen und Malariaprophylaxe
Chloroquin wirkt nicht gegen alle Malariaerreger. Insbesondere bei Plasmodium falciparum sind Resistenzen in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas verbreitet.
Ob Aralen zur Malariaprophylaxe infrage kommt, hängt unter anderem vom Reiseland, der konkreten Region, der Reisedauer und individuellen Vorerkrankungen ab.
500 mg Chloroquinphosphat und 300 mg Chloroquin
| Angabe auf dem Präparat | Entsprechende Wirkstoffmenge |
|---|---|
| 500 mg Chloroquinphosphat | 300 mg Chloroquin |
Wie wird Aralen 500 mg eingenommen?
Die Dosierung richtet sich nach Anwendungsgebiet, Körpergewicht, Alter und medizinischer Situation. Bei einer akuten Malaria gelten andere Einnahmeschemata als bei einer Malariaprophylaxe oder extraintestinalen Amöbiasis.
- Aralen genau nach ärztlicher Verordnung einnehmen.
- Dosierung und Einnahmeabstände nicht eigenständig verändern.
- Chloroquinphosphat und Chloroquin nicht miteinander verwechseln.
- Keine Dosierung aus einer früheren Behandlung übernehmen.
Bei Kindern und Erwachsenen mit niedrigem Körpergewicht wird die Dosis in der Regel anhand des Körpergewichts festgelegt.
Wann darf Aralen nicht eingenommen werden?
Aralen darf nicht bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Chloroquin oder andere 4-Aminochinoline eingenommen werden.
Bei Anwendungen außerhalb eines akuten Malariaanfalls bestehen außerdem Einschränkungen bei vorhandenen Netzhaut- oder Gesichtsfeldveränderungen.
Eine besondere ärztliche Prüfung ist unter anderem erforderlich bei:
- Herzrhythmusstörungen oder anderen Herzerkrankungen,
- niedrigem Kalium- oder Magnesiumspiegel,
- Netzhaut- oder Makulaerkrankungen,
- eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion,
- Epilepsie oder erhöhter Krampfneigung,
- Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel,
- Psoriasis oder Porphyrie.
Welche Nebenwirkungen kann Aralen verursachen?
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Bauchbeschwerden, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Juckreiz, Hautreaktionen und Sehstörungen.
Chloroquin kann außerdem den Herzrhythmus beeinflussen und das QT-Intervall verlängern. Bei einer längeren oder hoch dosierten Anwendung können Schäden an der Netzhaut auftreten.
Eine Überdosierung von Chloroquin kann lebensbedrohlich sein. Das Arzneimittel muss deshalb für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Welche Wechselwirkungen sind bei Aralen zu beachten?
Vor Beginn der Behandlung müssen alle verwendeten Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel angegeben werden.
- Antazida und Kaolin: Mindestens vier Stunden Abstand zur Einnahme von Aralen einhalten.
- Ampicillin: Mindestens zwei Stunden Einnahmeabstand einhalten.
- QT-verlängernde Arzneimittel: Das Risiko schwerer Herzrhythmusstörungen kann steigen.
- Mefloquin: Die gemeinsame Einnahme kann das Risiko für Krampfanfälle erhöhen.
- Insulin und Antidiabetika: Die blutzuckersenkende Wirkung kann verstärkt werden.
- Ciclosporin: Eine Kontrolle des Ciclosporinspiegels kann erforderlich sein.
Aralen in Schwangerschaft und Stillzeit
Malaria kann während der Schwangerschaft erhebliche Risiken für Mutter und Kind verursachen. Ob Chloroquin angewendet werden kann, muss anhand von Reiseziel, Infektionsrisiko und individueller Situation ärztlich entschieden werden.
Auch während der Stillzeit sind Nutzen, Risiken und mögliche Alternativen medizinisch zu prüfen.
Aralen und COVID-19
Aralen darf nicht eigenständig zur Vorbeugung oder Behandlung von COVID-19 eingenommen werden. Die früher diskutierte Anwendung bei COVID-19 gehört nicht zu den hier beschriebenen Anwendungsgebieten.
Ist Aralen 500 mg in Deutschland erhältlich?
Aralen 500 mg ist kein regulär verfügbares deutsches Standardpräparat. Ob das konkrete Arzneimittel beschafft werden kann, muss durch die Apotheke im Einzelfall geprüft werden.
Ein nicht in Deutschland zugelassenes Fertigarzneimittel kann nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen des § 73 Absatz 3 Arzneimittelgesetz über eine in Deutschland ansässige Apotheke beschafft werden.
Aralen 500 mg ist verschreibungspflichtig
Die Abgabe erfolgt nur nach Vorlage einer gültigen ärztlichen Verordnung und nach erfolgreicher Prüfung der Beschaffungsmöglichkeit.
Versand und Lieferzeit
Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands. Bei sofort verfügbarer Ware beträgt die Lieferzeit nach pharmazeutischer Freigabe in der Regel ein bis drei Werktage.
Bei einem notwendigen Einzelimport kann die Beschaffung deutlich länger dauern. Die tatsächliche Lieferzeit wird nach Prüfung des Rezepts und der Verfügbarkeit mitgeteilt.
Häufige Fragen zu Aralen 500 mg
Ist Aralen 500 mg in Deutschland auf Rezept erhältlich?
Eine Beschaffung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen über eine deutsche Apotheke geprüft werden. Dafür ist ein gültiges ärztliches Rezept erforderlich.
Kann Aralen 500 mg zur Malariaprophylaxe verwendet werden?
Nur in Regionen ohne relevante Chloroquinresistenz. Die Auswahl richtet sich nach dem konkreten Reiseziel.
Warum wirkt Aralen 500 mg nicht in allen Malariagebieten?
Viele Malariaerreger sind gegen Chloroquin resistent. In diesen Regionen sind andere Wirkstoffe erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen 500 mg Chloroquinphosphat und 300 mg Chloroquin?
500 mg Chloroquinphosphat entsprechen 300 mg Chloroquin. Beide Angaben bezeichnen unterschiedliche Mengenformen derselben Tablette.
Welche Nebenwirkungen kann Aralen 500 mg an den Augen verursachen?
Chloroquin kann die Netzhaut schädigen. Neu auftretende Sehstörungen müssen ärztlich abgeklärt werden.
Welcher Abstand ist zwischen Aralen 500 mg und Antazida einzuhalten?
Zwischen Antazida oder Kaolin und Aralen sollten mindestens vier Stunden liegen.
Medizinischer Hinweis
Diese Seite bietet allgemeine Arzneimittelinformationen und ersetzt weder die ärztliche Beratung noch die Gebrauchsinformation des tatsächlich abgegebenen Präparats.
Bei Verdacht auf Malaria, schweren Nebenwirkungen oder einer Überdosierung ist unverzüglich medizinische Hilfe erforderlich. Allgemeine Fragen zur Einnahme können mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt oder der Apotheke geklärt werden.