Eulen Apotheke

Produkt

Aciclovir Tabletten 200 – 800 mg

aciclovir 400mg
Verschreibungspflichtiges antivirales Arzneimittel

Aciclovir Tabletten 200 mg, 400 mg & 800 mg

Aciclovir ist ein antiviraler Wirkstoff zur Behandlung bestimmter Infektionen mit Herpesviren.

Als Tablette wird Aciclovir systemisch angewendet und kann abhängig von Wirkstärke und Präparat unter anderem bei Herpes-simplex-Infektionen, Herpes genitalis und Herpes zoster eingesetzt werden.

Tabletten mit 200 mg, 400 mg und 800 mg Aciclovir sind für unterschiedliche Behandlungssituationen erhältlich.

Welche Wirkstärke, Einnahmehäufigkeit und Therapiedauer geeignet sind, richtet sich nach der Erkrankung, der Nierenfunktion und der ärztlichen Verordnung.

Wirkstoff Aciclovir

Wirkstärken 200 mg, 400 mg, 800 mg

Darreichungsform Tabletten

Arzneimittelgruppe Virostatikum

Anwendung Bestimmte Herpesvirus-Infektionen

Abgabe Verschreibungspflichtig

Kurz erklärt: Aciclovir hemmt die Vermehrung empfindlicher Herpesviren.
Die Behandlung kann einen akuten Ausbruch beeinflussen, entfernt bereits im Körper verbliebene Herpesviren jedoch nicht dauerhaft.

Aciclovir: Wirkung und Anwendungsgebiete

Wie wirkt Aciclovir?

Aciclovir gehört zur Gruppe der Virostatika.

Der Wirkstoff wird vor allem in virusinfizierten Zellen aktiviert und greift dort in die Bildung der viralen Erbsubstanz ein.

Dadurch kann sich das Virus nicht mehr ungehindert vermehren.

Diese Wirkung richtet sich gegen die aktive Virusvermehrung.

Herpesviren können nach einer Infektion jedoch in Nervenzellen verbleiben und später erneut aktiv werden.

Deshalb verhindert eine erfolgreiche Behandlung nicht grundsätzlich weitere Herpesausbrüche.

Bei welchen Herpesinfektionen wird Aciclovir eingesetzt?

Die zugelassenen Anwendungsgebiete unterscheiden sich zwischen den einzelnen Wirkstärken und Präparaten.

Aciclovir-Tabletten können unter anderem bei folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:

  • bestimmten Herpes-simplex-Infektionen der Haut und Schleimhäute,
  • Herpes genitalis,
  • Herpes zoster beziehungsweise Gürtelrose,
  • bestimmten vorbeugenden Behandlungen bei häufig wiederkehrenden oder schweren Herpes-simplex-Infektionen.
Nicht jede Aciclovir-Wirkstärke ist für jedes Anwendungsgebiet vorgesehen.
Maßgeblich sind die ärztliche Diagnose und die Fachinformation des tatsächlich verordneten Arzneimittels.

Aciclovir 200 mg, 400 mg oder 800 mg?

Die Wirkstärke gibt an, wie viel Aciclovir eine Tablette enthält.

Eine höhere Milligrammzahl bedeutet nicht automatisch, dass das Arzneimittel stärker oder besser wirkt.

Die verschiedenen Wirkstärken werden für unterschiedliche Therapiepläne und teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete verwendet.

Wirkstärke Typische Einsatzbereiche
Aciclovir 200 mg Bestimmte Herpes-simplex-Infektionen, insbesondere Herpes genitalis, sowie bestimmte vorbeugende Behandlungen
Aciclovir 400 mg Unter anderem Herpes zoster sowie bestimmte prophylaktische Anwendungen bei stark immungeschwächten Erwachsenen
Aciclovir 800 mg Behandlung von Herpes zoster
Dosierung nicht selbst verändern: Aciclovir 200 mg, 400 mg und 800 mg sind nicht beliebig gegeneinander austauschbar.
Die verordnete Wirkstärke, Tablettenanzahl und Einnahmehäufigkeit sollten nicht ohne ärztliche Rücksprache verändert werden.

Einnahme und Behandlungsdauer

Wie werden Aciclovir-Tabletten eingenommen?

Aciclovir sollte genau nach der ärztlich festgelegten Dosierung eingenommen werden.

Die Tabletten werden mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt.

Regelmäßige Einnahmeabstände helfen dabei, die vorgesehene Wirkstoffkonzentration während der Behandlung aufrechtzuerhalten.

  • Die verordneten Einnahmezeiten möglichst einhalten.
  • Die Tagesdosis nicht eigenständig erhöhen oder reduzieren.
  • Eine vergessene Einnahme nicht durch eine doppelte Dosis ausgleichen.
  • Während der Behandlung auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Bei wiederkehrenden Herpes-simplex-Infektionen kann ein früher Beginn der verordneten Behandlung sinnvoll sein.

Bei entsprechenden Therapieplänen wird häufig bereits bei ersten Anzeichen eines erneuten Ausbruchs begonnen.

Wie lange wird Aciclovir eingenommen?

Die Dauer der Behandlung hängt stark vom jeweiligen Anwendungsgebiet ab.

Eine akute Herpes-simplex-Infektion wird anders behandelt als Herpes zoster oder eine längerfristige vorbeugende Therapie.

Bei bestimmten Herpes-simplex-Infektionen wird in der Fachinformation eine Behandlungsdauer von 5 Tagen beschrieben.
Bei Herpes zoster werden abhängig vom Präparat und Behandlungsschema häufig 5 bis 7 Tage vorgesehen.

Aciclovir, Nierenfunktion und ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Aciclovir wird zu einem großen Teil über die Nieren ausgeschieden.

Deshalb spielt die Nierenfunktion bei der Dosierung eine wichtige Rolle.

Wird der Wirkstoff langsamer ausgeschieden, kann seine Konzentration im Körper ansteigen.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Anpassung der Dosis oder der Einnahmeabstände erforderlich sein.

Auch bei älteren Menschen sollte berücksichtigt werden, dass die Nierenleistung vermindert sein kann.

Nierenfunktion beachten: Eine notwendige Dosisanpassung darf nicht eigenständig vorgenommen werden.
Sie richtet sich nach der Nierenfunktion und dem jeweiligen Behandlungsschema.

Während einer Behandlung mit Aciclovir sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Dies ist insbesondere bei höheren Dosierungen, bei älteren Patienten und bei eingeschränkter Nierenfunktion relevant.

Aciclovir bei verschiedenen Herpesinfektionen

Aciclovir bei Herpes genitalis

Herpes genitalis wird durch Herpes-simplex-Viren verursacht.

Besonders ein erster Ausbruch kann mit schmerzhaften Hautveränderungen und weiteren Beschwerden verbunden sein.

Virushemmende Tabletten mit Aciclovir gehören zu den Arzneimitteln, die bei symptomatischem Genitalherpes eingesetzt werden können.

Auch bei späteren Ausbrüchen kann eine antivirale Behandlung infrage kommen.

Wird ein erneuter Ausbruch behandelt, ist ein möglichst früher Beginn nach Auftreten der ersten Beschwerden wichtig.

Cremes oder Salben mit antiviralen Wirkstoffen ersetzen bei Genitalherpes keine systemische antivirale Behandlung.
Wiederkehrende, starke oder unklare Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Aciclovir bei Gürtelrose

Gürtelrose entsteht durch eine erneute Aktivierung des Varizella-Zoster-Virus.

Typisch sind Schmerzen, Brennen oder Juckreiz und später ein meist einseitiger bläschenförmiger Hautausschlag.

Aciclovir gehört zu den antiviralen Wirkstoffen, die zur Behandlung von Herpes zoster eingesetzt werden können.

Eine frühzeitige ärztliche Behandlung ist besonders bei älteren Menschen, geschwächtem Immunsystem, starken Beschwerden oder einem Befall im Kopf- und Gesichtsbereich wichtig.

Eine Gürtelrose sollte ärztlich behandelt werden.
Die Auswahl des antiviralen Arzneimittels und die passende Dosierung hängen vom individuellen Krankheitsbild und möglichen Risikofaktoren ab.

Aciclovir Tabletten oder Aciclovir Creme?

Aciclovir wird in unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten.

Tabletten wirken systemisch, während eine Creme nur lokal auf der betroffenen Haut angewendet wird.

Dadurch unterscheiden sich auch die typischen Einsatzgebiete.

Merkmal Aciclovir Tabletten Aciclovir Creme 5%
Anwendung Systemisch Lokal
Typischer Einsatz Bestimmte Herpes-simplex- und Herpes-zoster-Infektionen Wiederkehrender Lippenherpes bei entsprechend zugelassenen Präparaten
Darreichungsform Tabletten Creme
Abgabe Verschreibungspflichtig Abhängig vom konkreten Präparat
Für die lokale Behandlung von wiederkehrendem Lippenherpes steht Aciclovir auch als Creme zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Aciclovir Creme 5%.

Gegenanzeigen, Vorsichtsmaßnahmen und Wechselwirkungen

Wann darf Aciclovir nicht eingenommen werden?

Aciclovir darf nicht angewendet werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen Bestandteil des jeweiligen Arzneimittels besteht.

Eine besonders sorgfältige ärztliche Beurteilung kann unter anderem erforderlich sein bei:

  • eingeschränkter Nierenfunktion,
  • höherem Lebensalter,
  • unzureichender Flüssigkeitszufuhr,
  • gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, die die Nieren belasten können,
  • schwerer Immunschwäche.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Da Aciclovir über die Nieren ausgeschieden wird, können Arzneimittel, die ähnliche Ausscheidungswege nutzen oder die Nierenfunktion beeinflussen, für die Behandlung relevant sein.

In der Fachinformation werden unter anderem Probenecid und Cimetidin als Arzneimittel genannt, die die Ausscheidung von Aciclovir verändern können.

Auch bei bestimmten immunsuppressiven Arzneimitteln und anderen potenziell nierenschädigenden Wirkstoffen ist eine medizinische Beurteilung wichtig.

Informieren Sie Arzt oder Apotheke über alle regelmäßig oder gelegentlich verwendeten Arzneimittel.
Dazu gehören auch nicht verschreibungspflichtige Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während einer Schwangerschaft sollte Aciclovir nur nach ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Eine bereits begonnene Behandlung sollte nicht ohne Rücksprache verändert oder beendet werden.

Nach oraler Einnahme kann Aciclovir in die Muttermilch übergehen.

Während der Stillzeit sollte deshalb ebenfalls ärztlich beurteilt werden, ob und in welcher Form die Behandlung erforderlich ist.

Welche Nebenwirkungen können bei Aciclovir auftreten?

Wie jedes Arzneimittel kann auch Aciclovir Nebenwirkungen verursachen.

Nicht jeder Patient ist davon betroffen.

Zu den häufiger beschriebenen Beschwerden gehören unter anderem:

  • Kopfschmerzen oder Schwindel,
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Durchfall oder Bauchschmerzen,
  • Juckreiz und Hautausschlag.

Deutlich seltener können unter anderem Veränderungen der Nierenfunktion, schwere allergische Reaktionen oder neurologische Beschwerden auftreten.

Das Risiko für neurologische Nebenwirkungen kann bei eingeschränkter Nierenfunktion erhöht sein, insbesondere wenn sich Aciclovir im Körper anreichert.

Wann medizinische Hilfe erforderlich ist: Bei Atemnot, starken Schwellungen, Krampfanfällen, ausgeprägter Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder deutlich verminderter Urinausscheidung sollte unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Rx

Aciclovir Tabletten sind verschreibungspflichtig

Aciclovir-Tabletten mit 200 mg, 400 mg oder 800 mg werden in Deutschland auf ärztliche Verordnung abgegeben.

Die passende Wirkstärke richtet sich nach dem Anwendungsgebiet, der vorgesehenen Behandlung und individuellen Faktoren.

Vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion, höherem Lebensalter oder gleichzeitiger Einnahme weiterer Arzneimittel kann eine individuelle Anpassung des Behandlungsschemas erforderlich sein.

Preis und verfügbare Packungsgrößen

Aciclovir-Tabletten sind in unterschiedlichen Wirkstärken und Packungsgrößen erhältlich.

Die Verfügbarkeit kann je nach Hersteller und aktuellem Apothekenbestand variieren.

Die dargestellten Preise beziehen sich auf vergleichbare Produktvarianten in deutschen Apotheken und können sich ändern.

Wirkstärke Packungsgröße Preis
Aciclovir 200 mg 25 Tabletten 14,97 €
Aciclovir 200 mg 100 Tabletten 23,44 €
Aciclovir 400 mg 35 Tabletten 19,94 €
Aciclovir 400 mg 70 Tabletten 27,98 €
Aciclovir 800 mg 35 Tabletten 26,39 €
Hinweis zu Preis und Packungsgröße: Die auf dieser Produktseite dargestellten Preise gelten für die jeweils angegebene Wirkstärke und Packungsgröße und sind nicht als einheitlicher Festpreis für sämtliche Aciclovir-Präparate zu verstehen.
Hersteller, Verfügbarkeit, Rezeptart und tatsächlich abgegebenes Arzneimittel können abweichen.

Versand und Abholung

Aciclovir-Tabletten sind verschreibungspflichtig.

Die Abgabe erfolgt daher auf Grundlage einer gültigen ärztlichen Verordnung und entsprechend dem tatsächlich verordneten beziehungsweise verfügbaren Arzneimittel.

Informationen zur Bestellung, Abholung und zum Arzneimittelversand innerhalb Deutschlands finden Sie unter Versand & Lieferung bei der Eulen-Apotheke.

Häufige Fragen zu Aciclovir Tabletten

Wofür werden Aciclovir-Tabletten eingesetzt?

Aciclovir-Tabletten werden abhängig von Wirkstärke und Präparat bei bestimmten Herpesvirus-Infektionen eingesetzt.

Dazu gehören unter anderem Herpes-simplex-Infektionen, Herpes genitalis und Herpes zoster.

Was ist der Unterschied zwischen Aciclovir 200 mg, 400 mg und 800 mg?

Die Zahlen geben die Wirkstoffmenge pro Tablette an.

Die verschiedenen Wirkstärken werden für unterschiedliche Dosierungsschemata und teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete eingesetzt.

Warum sollte man bei Aciclovir ausreichend trinken?

Aciclovir wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist deshalb während der Behandlung besonders bei höheren Dosierungen oder eingeschränkter Nierenfunktion relevant.

Wird Aciclovir bei Gürtelrose eingesetzt?

Ja.

Aciclovir gehört zu den antiviralen Wirkstoffen, die bei Herpes zoster eingesetzt werden können.

Was ist der Unterschied zwischen Aciclovir Tabletten und Aciclovir Creme?

Aciclovir-Tabletten wirken systemisch, während Aciclovir Creme 5% lokal auf der Haut angewendet wird.

Weitere Informationen finden Sie unter Aciclovir Creme 5%.

Medizinischer Hinweis

Diese Seite dient der allgemeinen Arzneimittelinformation zu Aciclovir-Tabletten.

Sie ersetzt weder eine ärztliche Diagnose und individuelle Therapieentscheidung noch die Fach- und Gebrauchsinformation des tatsächlich abgegebenen Arzneimittels.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion, höherem Lebensalter, Schwangerschaft oder Stillzeit, geschwächtem Immunsystem, weiteren regelmäßig verwendeten Arzneimitteln oder ungewöhnlich schweren Beschwerden wenden Sie sich an einen Arzt oder an das pharmazeutische Fachpersonal der Apotheke.

Quellen